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Wie das IJsselmeer entstand
Die ehemalige Zuiderzee wird seit der Fertigstellung des Abschlussdeiches zwischen
Geschichten rund um die Zuidersee
Bevor der Abschlussdeich errichtet wurde, waren die Bewohner rund um diesen Nordseearm noch weit mehr den Launen der Natur ausgesetzt wie heute, denn der Damm hat nicht zuletzt auch eine Schutzfunktion. Rund um die ehemalige Zuidersee gibt es deshalb zahlreiche Geschichten über Menschen und ihre Schicksale. Eine dieser Geschichten möchten wir nachfolgend schildern.
Auf einer Eisscholle überlebt
Der strenge Winter 1849/50 sorgte für viel Eis auf der damaligen Zuidersee. Deshalb konnten die Fischer für lange Zeit ihrem Broterwerb nicht nachgehen. In Durgerdam zogen deshalb Vater Klaus Bording und seine Söhne Klaas Junior und Jacob ihren Schlitten auf das Eis. Sie wollten zum Fischfang und hatten nur einen Krug heissen Kaffee, etwas getrockneten Fisch und Roggenbrot mit dabei. An einer geeigneten Stelle hackten sie ein Loch ins Eis und liessen ein Netz ins Wasser. Mit Stockschlägen auf die Eisdecke wurden Fische angelockt. Der Fang war an diesem Tag ausgezeichnet. Als das Trio wieder nach Durgerdam zurückkehren wollte, sah Vater Bording, dass sich das Eis vom Festland gelöst hatte. Die Fischer trieben auf einer grossen Eisscholle in der Zuidersee. Zusätzlich kam noch Nebel auf und es war kein Land mehr in Sicht. Während vierzehn Tagen trieben die Bordings zwischen den Ufern hin und her. Nach einer Woche lief zwar ein Rettungsboot aus, jedoch blieben die Fischer unentdeckt. Durch Zufall konnten sie nach 14 Tagen gerettet werden. Allerdings überlebte nur der jüngste Sohn Jacob das Desaster.
Ein herrliches Fahrrevier
Noch ein Damm
Pittoreskes an IJssel- und Markermeer
Im Gegensatz zu den modernen Jachthäfen und den futuristischen Städten in der Provinz Flevoland, sind die Städtchen und Dörfer in Friesland und Nord Holland pittoresk, überschaubar und lieblich. In Friesland sind dies namentlich Makkum, Workum, Hindeloopen, Stavoren und Lemmer. Diese Orte laden zum Verweilen ein und bieten den Wassersportlern eine ausgezeichnete Infrastruktur. Früher waren Handel, Fischerei und Schifffahrt wichtige Einnahmequellen. Vom Reichtum vergangener Tage zeugen noch heute prachtvolle Bürgerhäuser die zumeist liebevoll restauriert sind. Auch in Nord Holland zeigt sich ein ähnliches Bild, obwohl die noch erhaltenen Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf noch mehr Reichtum schliessen lassen. In Medemblik, Enkhuizen, Hoorn oder Monnickendam kann der Besucher unschwer erahnen, welch geschäftiges Treiben in den Gassen und auf den Plätzen herrschte. Kaufmannshäuser, Waag-Gebäude, historische Gaststätten und Lagerhäuser bilden die Kulissen für einen Spaziergang durch vergangene Jahrhunderte. Vielerorts kann man mit dem Boot in der “Vergangenheit” anlegen. Trotzdem findet man überall eine moderne und zeitgemässe Infrastruktur für den gesamten Wassersportbereich. IJsselmeer und Markermeer sind deshalb nicht zuletzt Reviere für Skipper, die anspruchsvolles Segeln mit Kultur und Geschichte verbinden möchten.
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